Website erstellen lassen oder selbst bauen? Was Neugründer wissen müssen
Sie haben endlich Ihr Unternehmen gegründet und sich entschieden eine Website zuzulegen. Nun stellt sich die Frage: Wie soll sie aussehen? Und vor allem: Wer soll sie entwickeln? Für die Entwicklung einer Website gibt es verschiedene Möglichkeiten und Anbieter, die schauen wir uns in diesem Artikel genauer an.
Diese vier Möglichkeiten gibt es:
- Eigenentwicklung per CMS oder KI
- Entwicklung durch einen Freelancer z.B. durch Fiverr
- Entwicklung durch eine Werbe-/Webagentur
- Entwicklung durch spezialisierte Web-Agenturen wie WeBeckIT
Bevor wir die einzelnen Optionen vergleichen, ist es wichtig zu verstehen, was eine Website ist und wie das System dahinter funktioniert.
Was ist eine Website?
Eine Website, Webseite oder auch oft Internetseite genannt ist der Auftritt eines Unternehmens, Organisation oder einer Person im Internet. Zu einer Website gehört auch immer ein Mailsystem mit der professionelle E-Mail Adressen angelegt werden können. Dabei gehört zur Website nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Wahl einer Domain, wie z.B. www.google.com oder www.amazon.de und die Auswahl eines Hosts. Was ein Host ist, erklären wir gleich.
Ablauf der Entwicklung einer Website
Der Ablauf der Entwicklung einer Internetseite ist immer gleich.
- Was will ich mit der Webseite erreichen?
- Konzeptionierung und Design
- Entwicklung der Website
- Einrichtung auf dem Hoster und Go Live
- Wartung und Support
Eine Website ist nicht etwas, was man eben in 4 Stunden erstellt. Es ist zwar möglich, aber die Besucher der Seite bemerken schnell, dass der Entwickler keine Ahnung von dem Unternehmen und deren Leistungsangebot oder USP hat.
Was ist Hosting?
Der Hoster ist der Ort wo die Website gespeichert und somit dem Internet zugänglich gemacht wird. Auf diesem sogenannten Server befindet sich nicht nur die Website sondern auch ihre Datenbanken und das Mailsystem.
Die meisten Freelancer und Agenturen lassen die Webseiten bei großen Anbietern hosten, diese bieten jedoch oft schlechteren Support an und bei Problemen kann es zu Wartezeiten kommen. Durch ihre Größe sind sie auch ein beliebtes Ziel von Cyberattacken, wenn eine andere Website, die dort gehostet wird, angegriffen wird, kann es sein, dass Ihre Website ebenfalls nicht mehr erreichbar ist.
Das genaue Gegenteil bietet sich, wenn der Entwickler die Website auf seinem eigenen System hostet. Es verringert Kommunikationswege und es kann schneller auf Probleme oder Änderungen reagieren werden.
Nachdem wir die Grundlagen durchgegangen sind, können wir endlich mit dem eigentlichen Thema beginnen: Was ist der Beste Weg um an eine Website zu kommen.
Eigenentwicklung
Die Eigenentwicklung ist der günstigste Weg, um an eine Website zu kommen. Dabei stehen Ihnen verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung, wir werden uns KI sowie CMS- bzw. Baukastensysteme ansehen.
Es wird zwar überall geworben: „Erstellen Sie jetzt Ihre Website in nur wenigen Minuten!" oder „Ein Prompt und Ihre Website ist fix fertig!", doch in den meisten Fällen stimmt das nicht.
Warum? Unabhängig von KI oder einem Baukastensystem benötigt man eine Menge Wissen, um eine effektive Website zu erstellen. Eine Website ist nicht gleich Website. Erstellt man eine ohne Vorkenntnisse, wird man keine Kundenanfragen, Verkäufe oder Besuche erhalten. Eine gute Website erfordert immer Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Design, Entwicklung, Datenschutz und SEO (Suchmaschinenoptimierung). Ohne dieses Wissen wird die Website potenziellen Interessenten gar nicht erst angezeigt. Ein Fehler beim Datenschutz oder den rechtlichen Anforderungen kann zudem schnell zu Abmahnungen oder Strafen führen. Hinzu kommt, dass das Hosting bei diesen Systemen meist nur generisch eingerichtet ist. In den Bereichen Sicherheit, E-Mail-Spamfilter und Performance gibt es je nach Anbieter deutliche Unterschiede.
Pro
- Sehr günstig
- Volle Kontrolle über Inhalte und Änderungen
Contra
- Erfordert umfangreiches Wissen in Marketing, Design, Datenschutz und SEO
- Rechtliche Fehler (z. B. beim Datenschutz) können schnell zu Abmahnungen oder Strafen führen
- Kein persönlicher Ansprechpartner bei Problemen
- Hoher Zeitaufwand
- Hohe Fehlerwahrscheinlichkeit
- Keine rechtliche Absicherung
- Niedrige Effektivität bei Kundenakquise und Conversion Rate
- Meist kein oder schlechter Support bei Problemen
- Hosting meist nur generisch eingerichtet
- Regelmäßiger Update-Aufwand
- Vendor-Lock-in bei KI-Tools oder Baukastensystemen
Eigenentwicklung mithilfe von KI
Die KI hat in den letzten Jahren und Monaten beträchtliche Fortschritte im Bereich des Webdesigns und der Webentwicklung gemacht. Innerhalb von wenigen Prompts kann jeder seine eigene Website generieren und online stellen. Aber es kommt immer darauf an, wie gut der Anwender mit der KI umgehen kann und, wie bereits besprochen, wie es um sein Wissen in den Bereichen Marketing, Design, Entwicklung, Datenschutz und SEO steht. Zwar übernimmt die KI bereits vieles in diesen Bereichen, aber das reicht leider nicht aus.
Was auf den ersten Blick nach der perfekten Lösung klingt, hat in der Praxis einige Haken. Die meisten KI-Website-Builder erzeugen Code, der zwar funktioniert, aber selten wartbar oder individuell anpassbar ist. Oft bist du an die Struktur des Anbieters gebunden und kommst später nur schwer wieder heraus. Beim Datenschutz sieht es meist ähnlich kritisch aus: Hosting läuft häufig über ausländische Server, Datenschutzerklärungen sind generisch statt auf dein Business zugeschnitten und wie deine Kundendaten wirklich verarbeitet werden, bleibt oft im Dunkeln. Auch bei SEO tust du dir keinen Gefallen, denn viele Nutzer bekommen mit ähnlichen Prompts ähnlichen Content, von echter Differenzierung keine Spur. Und weil tausende Websites auf derselben Infrastruktur laufen, wird ein einzelner Sicherheitsvorfall schnell zum Problem für alle. Am Ende bekommst du eine Website ohne Beratung, ohne Ansprechpartner und oft ohne echtes Eigentum daran, denn viele Anbieter behalten sich die Kontrolle über "deine" Seite vor. Falls der Anbieter Bankrott oder aufgekauft wird, dann steht man im Wasser wie es weiter geht.
Eigenentwicklung per CMS oder Baukastensystem
Ein CMS und Baukastensystem sind zwar unterschiedlich, um aber nicht den Rahmen des Beitrages zu sprengen, fassen wir die Beiden zusammen.
Ein günstiger Weg, um eine Website zu erhalten. Meistens werden Hobbyprojekte oder Blogs selbst entwickelt, da es nicht das Ziel ist, Geld damit zu verdienen. Dazu werden sogenannte Baukastensysteme wie WordPress, Wix und Co. verwendet. Diese Systeme arbeiten mit Templates (Vorlagen): Man sucht sich ein Template aus, dass einem gefällt, ändert Text, Bilder und Anordnung und fertig ist die eigene Website.
Hört sich einfach an, oder? Leider hat diese Möglichkeit auch einige Nachteile. Es ist sehr zeitaufwendig, und die Qualität sowie Effektivität der fertigen Website hängt stark vom eigenen Umgang mit den Baukastensystemen ab. Vorallem sind Baukastensysteme wie WordPress sehr fehleranfällig und Plugins sowie Templates sind ein sehr hohes Sicherheitsrisiko. Dieses Jahr alleine 2026, wurden bereits über 11.000 Sicherheitslücken gefunden. Fast die Hälfte aller Sicherheitslücken konnten zum Zeitpunkt der Bekanntgebung nicht behoben werden.
Entwicklung durch einen Freelancer von Fiverr
Auf Fiverr und Co. findet man bei Preis und Qualität buchstäblich alles. Teilweise bekommt man dort Websites, die um das Zehnfache günstiger sind als bei Werbe- oder Webagenturen. Die Qualität und Effektivität können dabei stark schwanken, da die Seiten oft im Fließbandtempo entwickelt werden und wenig Zeit in die Auseinandersetzung mit dem Kunden und dessen Zielgruppe gesteckt wird. Optisch sehen sie zwar meist gut aus, die SEO wird jedoch häufig vernachlässigt. Dazu kommt, dass viele Freelancer außerhalb Österreichs arbeiten und mit den hiesigen rechtlichen Anforderungen und Gesetzen nicht vertraut sind. Will man nach mehreren Monaten Änderungen durchführen, muss man meist langewarten.
Es gibt durchaus Ausnahmen: Manche Freelancer liefern sehr gute Qualität zu einem fairen Preis. Diese zu finden, erfordert aber Zeit und etwas Glück.
Die meisten Freelancer bieten kein eigenes Hosting an, sondern nutzen externe Anbieter. Kommt es zu einem Problem, z.B. die Website ist offline, müssen Sie selbst den Hoster kontaktieren und sich um die Lösung kümmern.
Pro
- Günstig
- Geringer Zeitaufwand
- Optisch ansprechende Websites
Contra
- Schwankende Qualität
- Mittlere Effektivität bei Kundenakquise und Conversion Rate
- Schlechter bis mittlerer Support bei Problemen
- Geringer rechtlicher Schutz
- Externes Hosting
- Keine laufende Betreuung
Entwicklung durch eine Werbe- bzw. Webagentur
Beide Arten von Agenturen entwickeln Websites, allerdings mit unterschiedlichem Schwerpunkt: Werbeagenturen konzentrieren sich auf Marketing und bieten Webentwicklung meist als Zusatzleistung an. Webagenturen hingegen fokussieren sich rein auf die Entwicklung von Websites und bieten teilweise auch Hosting an.
Viele Agenturen verwenden CMS- bzw. Baukasten-Systeme wie WordPress, Wix und Co. Wie bereits erwähnt, arbeiten diese Systeme mit Vorlagen. Manche davon wurden bereits hunderte oder tausende Male verwendet, was einen individuellen Markenauftritt erschwert. Oft enthalten sie überflüssigen Code und ungenutzte Funktionen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Wird eine solche Vorlage gehackt oder ein Plugin (eine Erweiterung wie zbsp. ein Kalendersystem, Newsletter, ...), sind meist tausende oder hunderttausende Websites gleichzeitig betroffen. Dazu kommt ein hoher Update-Aufwand, und durch Updates kann das Design beschädigt werden, was wiederum zusätzliche Arbeit bedeutet. Eine gute Agentur kann die meisten dieser Risiken zwar abfedern, ganz aus der Welt schaffen lassen sie sich aber nicht.
Manche Webagenturen, wie z.B. WeBeckIT, entwickeln Websites individuell ohne CMS. Die Kosten sind dabei höher, dafür entfallen die genannten Nachteile.
Pro
- Geringer Zeitaufwand
- Geringe Fehlerwahrscheinlichkeit
- Hohe rechtliche Absicherung
- Hohe Effektivität bei Kundenakquise sowie Conversion Rate
Contra
- Hohe Kosten
- Oft externes Hosting
- Bei WordPress besteht die Gefahr von Datenleaks
Entwicklung durch spezialisierte Webagenturen und IT-Unternehmen wie WeBeckIT
Es gibt einige spezialisierte Webagenturen und IT-Unternehmen, die nicht nur die Entwicklung und Wartung der Seite anbieten, sondern auch das Hosten auf eigener oder eigens konfigurierter Server-Infrastruktur übernehmen. Der Vorteil dabei: Probleme können schneller behoben werden und alles kommt aus einer Hand. Das bedeutet weniger Bürokratie, weniger mögliche Problemstellen, und Änderungen lassen sich schneller durchführen.
WeBeckIT ist ein solcher Anbieter. Die Websites werden nicht auf Basis von WordPress oder anderen Baukastensystemen entwickelt, sondern individuell programmiert und auf einem eigens konfigurierten Server gehostet. Das bringt mehrere Vorteile mit sich.
Da keine verbreiteten CMS-Systeme wie WordPress verwendet werden, greifen die häufigen Massenangriffe auf solche Plattformen ins Leere. WordPress-Sicherheitslücken betreffen hunderttausende Websites gleichzeitig. Eine individuell programmierte Website ist davon schlicht nicht betroffen.
Kommt es dennoch einmal zu einem Problem, gibt es bei WeBeckIT eine kurze Lösungskette: Der Kunde ruft an, WeBeckIT behebt das Problem direkt. Bei Anbietern, die auf externe Hoster setzen, sieht das anders aus: Dort läuft die Kette über Agentur zum Hoster und zurück, was Zeit kostet.
Die Websites werden auf Ihre Branche, Ihre Zielgruppe und Ihre Region abgestimmt. Das betrifft nicht nur das Design, sondern auch die Suchmaschinenoptimierung, die rechtlichen Anforderungen und die Performance.
Pro
- Geringer Zeitaufwand
- Individuelle Entwicklung ohne CMS-Sicherheitsrisiken
- Eigenes Hosting mit eigenem Spam- und Virenschutz
- Kurze Lösungskette bei Problemen
- Hohe Effektivität bei Kundenakquise sowie Conversion Rate
- Hohe rechtliche Absicherung
- Alles aus einer Hand
Contra
- Höhere Kosten als Eigenentwicklung oder Freelancer
- Designtechnisch schlichte Seiten
Die vier Optionen im Überblick
| Kriterium | Eigenentwicklung | Freelancer | Werbe-/Webagentur | WeBeckIT |
|---|---|---|---|---|
| Kosten | sehr niedrig | niedrig | hoch | hoch |
| Zeitaufwand für Sie | sehr hoch | gering | gering | gering |
| Qualität | schwankend | schwankend | hoch | hoch |
| Rechtliche Absicherung | keine | gering | hoch | hoch |
| Hosting | extern | extern | meist extern | eigenes |
| Sicherheit | gering | mittelmäßig | hoch | sehr hoch |
| Support / Lösungskette | kaum | gering, lange | mittel, mittel | hoch, direkt |
Fazit
Zusammengefasst muss man auf einige Dinge achten. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile. In Wahrheit muss man nur den richtigen Anbieter finden, das kostet aber viel Zeit, Geld und Nerven.
Viele Personen konzentrieren sich nur auf das eine: die Kosten. Ein wichtiger Aspekt, aber auch eine häufige Falle. Neben dem Design der Website und der Conversion Rate kommt es vor allem auf eines an: auf ein System bzw. eine Website, die funktioniert. Nimmt man das Günstigste, kann es gut sein, dass man am Ende draufzahlt: Mahnungen wegen fehlerhafter DSGVO oder fehlender Barrierefreiheit. Oder die Internetseite ist schlicht seit mehreren Wochen offline, und man weiß gar nichts davon.
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